Siam-Info, Information for expats living in Thailand  and learning thai language with ThaiTainer 111deutsch
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Häufig in Thailand vorkommende Schlangen

Diese Liste soll dem Laien die Suche nach seiner soeben gefundenen Schlange erleichtern und stellt nur eine gezielte Zusammenfassung des Schlangenteils dar.

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Foto: J. Bulian

Python reticulatus
(Netzpython) Thai: ngu lüam

Länge:
evtl. 10m und mehr
Allerdings sind Exemplare mit mehr als 6 m Länge, in der Natur kaum noch zu finden.

Verbreitung:
Ursprünglich ist der Netzpython ein Bewohner von Flachlandwäldern. Er bevorzugt die Nähe von Wasser und ist dämmerung- und nachtaktiv.

Gefahr:
Die Schlangen sind äußerst reizbar und beißen bei der geringsten Störung zu. Ein Exemplar von 4 Metern stellt für einen Menschen, obwohl ungiftig, durch seine Muskelkraft bereits eine Gefährdung dar.


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Foto: J. Bulian

Python molurus
bivittatus
(Dunkler Tiger Python), Thai: ngu lam

Länge:
bis zu 7m
Die meisten Exemplare bleiben jedoch kleiner.

Verbreitung:
Von Nordthailand bis zum Isthmus von Kra.

Lebensraum/Verhalten:
Der dunkle Tigerpython ist ein Bewohner von Graslandschaften mit Baumbestand und lichten Wäldern. Oft am Rande von Hügeln und Bergen. Es wurden aber auch Tiere in der Innenstadt von Bangkok gefunden, jedoch bei weitem nicht so häufig wie Python reticulatus. Die Schlangen sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie verzehren Warmblüter bis zur Größe von Schäferhunden.

Gefahr:
Der Tigerpython ist eine eher friedfertige Schlange und neigt nicht zum Beißen. Aufgrund seiner Größe besteht jedoch immer eine potenzielle Gefahr.


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Foto: J. Bulian

Ahaetulla prasina
(Grüner Baumschnüffler)

Länge:
bis zu 190 cm

Verbreitung:
Nord-, Nordost- und Zentralthailand. Südlich von Hua Hin nicht mehr anzureffen.

Lebensraum/Verhalten:
Die tagaktiven Schlangen bewohnen Bäume und Büsche von landwirtschaftlich genutzten Flächen und Wäldern. Sie ernähren sich von Fröschen, Echsen und Nagetieren.

Gefahr:
Obwohl es sich hierbei um eine Trugnatter handelt (gefurchte Giftzähne im hinteren Kieferbereich, besteht keine Gefahr für den Menschen. Das Gift muss durch kauende Bewegungen in die Bisswunde einmassiert werden, um wirken zu können. Selbst bei kleineren Echsen, benötigt das Gift etwa 15 Minuten um Wirkung zu zeigen. Bei Erregung spreizen die Tiere die Nackenregion, um größer zu erscheinen. Dabei ist die Bänderung der Zwischenhaut gut zu sehen.


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Foto: J. Bulian

Chrysopelea ornata ornatissima
(Grüne Schmuckbaumnatter)
Thai: ngu kio pra in

Länge: bis 140 cm

Verbreitung:
Die Grüne Schmuckbaumnatter ist über ganz Thailand verbreitet.

Lebensraum/Verhalten:
Chrysopelea ornata ornattissima ist eine recht anpassungsfähige Schlange. Sie ist sowohl in Wäldern als auch in Plantagen, Gärten und Häusern anzutreffen. Man findet sie sogar auch regelmäßig in der Innenstadt von Bangkok und Pattaya. Da sie sich sowohl von Nagern als auch von Geckos und anderen Echsen ernährt, ist sie auch recht häufig an und in Häusern zu finden. Die tagaktiven Schlangen können sehr gut klettern und sind extrem schnell.

Gefahr:
Bei Gefahr, sofern sie nicht fliehen können, beißen sie sofort zu. Die Gattung Chrysopelea gehört zu den Trugnattern. Das Gift ist jedoch derart schwach, dass es beim Menschen keinerlei Wirkung zeigt.


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Foto: J. Bulian

Coelognatus radiatus
(Strahlennatter)
Thai: Ngu Mabrao

Länge:
Bis zu 230 cm. Im Regelfall erreichen die Schlangen jedoch nur eine länge zwischen 150 und 180 cm.

Verbreitung:
Die Strahlennatter ist in ganz Thailand verbreitet.

Lebensraum/Verhalten:
Coelognathus radiatus besiedelt die unterschiedlichsten Lebensräume bis zu einer Höhe von 1500 Metern. Sie ist sowohl in Waldregionen als auch Kulturlandschaften, Dörfern und Städten anzutreffen. Die bodenbewohnenden Schlangen sind überwiegend tagaktiv aber teilweise auch in der Dämmerung und nachts unterwegs. Bei Gefahr flüchten die schnellen Schlangen. In die Enge getrieben, zeigen sie ein typisches Abwehrverhalten, indem sie den Vorderkörper doppel-S-förmig aufrichten und nach dem Gegner schnappen. Wenn damit kein Erfolg erzielt wird, stellen die Schlangen sich tot, drehen sich auf den Rücken, öffnen das Maul und lassen die Zunge heraushängen. Ihre Nahrung besteht aus Nagern, Vögeln, Echsen und Fröschen.

Gefahr: keine, da die Schlange ungiftig ist


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Lycodon laoensis (Laotische Wolfszahnnatter)
Thai: ngu blong shamuan lang lüang

Größe: bis 50 cm, sehr dünn

Vorkommen:
In ganz Thailand, meist im Hügel- und Bergland, auch in der Nähe von Ansiedlungen.

Verhalten:
Abend- und nachtaktive Tiere, die sich meistens am Boden aufhalten. Nicht sehr aggressiv. Beißt dennoch bei Belästigung zu.

Gefahr:
Ungiftige wenig aggressive Schlange.

Achtung: Verwechslungsgefahr mit stark giftiger Krait


Foto: J. Bulian

Ptyas korros (Indo-Chinesische Rattenschlange)

Größe: etwas über 100 cm

Vorkommen:
In ganz Thailand, aber überwiegend im Flachland lebend.

Verhalten:
Tagaktive sehr schnelle Schlange, die vor dem Menschen meistens bereits in großer Entfernung flüchtet. In die Enge getrieben, beißt sie jedoch sofort zu und kann hierbei den Angreifer regelrecht anspringen. Großer Vertilger von Ratten und Mäusen.

Gefahr: keine


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Foto: Wolfgang Grossmann

Xenochrophis piscator
(Gewöhnliche Fischnatter)

Länge: bis 120 cm

Vorkommen:
In ganz Thailand bis zu Höhen von 1600 Metern; jedoch häufiger im Flachland bis 300 Meter anzutreffen.

Lebensraum und Verhalten:
Man findet die Fischernatter überwiegend in der Nähe von Gewässern. Sie ist überwiegend während des Tages aktiv und legt bei ihrer Suche nach Futter auch größere Strecken zurück. Nach starken Regenfällen findet man sie vielfach auf Straßen. Bei Erregung flachen die Schlangen die Nackenregion ab und richten den Vorderkörper auf. Aufgrund dieses Abwehrverhaltens werden sie manchmal mit einer Kobra verwechselt. Auf glattem Untergrund (z.B. Straßen) bewegt sie sich bei der Flucht in seitlichen Windungen und Sprüngen vorwärts.

Gefahr:
Die Schlange ist für den Menschen ungefährlich. Bei Bedrohung und auch wenn man sie nur in die Hand nimmt, beißen sie jedoch sehr schnell zu. Whitaker & Captain erwähnen, sie seien in Teichen geschwommen, die von der Fischernatter bewohnt waren, ohne jemals gebissen worden zu sein.


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Foto: J. Bulian                 Jungtier

Naja kaouthia
(Monokelkobra)
Thai: ngu hau thai

Länge:
bis 150 cm

Vorkommen: ganz Thailand, relativ häufig

Lebensraum/Verhalten/Aussehen:
Naja kaouthia ist eine Bodenbewohnerin des Flachlandes, die jedoch auch sehr gut klettern und schwimmen kann. Sie ist in Wald und Buschgebieten genauso zu Hause, wie in Plantagen, Reisfeldern, Weiden, Dörfern und Städten. Die Monokelkobra ist nacht- und tagaktiv. Allerdings überwiegen die nächtlichen Aktivitäten. Die Schlangen ernähren sich von Nagern, Fröschen, Kröten, Enten- und Hühnerküken. Bei Bedrohung richten sie sich auf, spreizen das Nackenschild und fauchen. Verhält man sich dann ruhig, ergreifen sie gewöhnlich die Flucht. Die Körperfärbung der Tiere kann von hellbeige über dunkelbraun bis grau variieren.

Gefahr:

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Starkes Gift, lebensgefährlich !


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Foto: J. Bulian

Calloselasma rhodostoma
(Malaysische-Mokassin-Grubenotter)
Thai: ngu ga pha

Größe: bis 100 cm

Vorkommen:
In ganz Thailand beheimatet. Oft unter trockenem Laub, Steinen oder altem Holz vorzufinden.

Verhalten:
Überwiegend nachtaktiv, bei leichtem Regen aber auch tagsüber aktiv. Sehr bissige, aggressive Schlange, stößt sehr schnell vor.

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totenkoptotenkop

Starkes Gift, lebensgefährlich !


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Foto: J. Bulian

[Trimeresurus] Cryptelytrops albolabris
(Weißlippen Bambusotter)
Thai: ngu kiau hang mei toong liang

Länge: 75 cm Männchen, 104 cm Weibchen

Verbreitung: ganz Thailand

Lebensraum/Verhalten:
Die Weißlippen-Bambusotter ist recht anpassungsfähig und bewohnt sowohl baumbestandene als auch offene Gebiete. Häufig ist sie auch in der Nähe menschlicher Ansiedlungen zu finden. Sie bevorzugt die Nähe von Gewässern. Die Schlangen sind nachtaktiv und dann auf der Suche nach Futter auch am Boden unterwegs. Die Bambusotter beißt relativ schnell zu und Bissunfälle sind häufig.

Anmerkung:
Für den Laien sind die grünen Bambusottern so gut wie nicht zu unterscheiden. Folgende in Thailand vorkommenden Bambusottern haben eine grüne Färbung:

  • Cryptelytrops (Trimeresurus) albolabris (Weißlippen Bambusotter)
  • Viridovipera (Trimeresurus) gumprechti (Gumprecht's Bambusotter)
  • Parias (Trimeresurus) hageni Hagen's Bambusotter
  • Cryptelytrops (Trimeresurus) macrops (Großaugen Bambusotter)
  • Popeia (Trimeresurus) popeiorum popeiorum (Popes Bambusotter)
  • Popeia (Trimeresurus) fucatus *in der Arbeit von MALHOTRA & THORPE (2004) noch nicht    mit aufgeführt. MALHOTRA & THORPE folgend, hier bereits unter dem Namen Popeia berücksicht
  • Parias (Trimeresurus) sumatranus (Sumatra Bambusotter)
  • Viridovipera (Trimeresurus) vogeli (Vogels Bambusotter)

Für alle grünen Bambusottern wird in Thailand ein für alle wirkendes Serum hergestellt.

Gefahr:
Bissunfälle sind schmerzhaft, enden in der Regel aber nicht tödlich. Es kommt jedoch je nach Schwere des Bisses zu Nekrosen.

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Copyright © Heinz Klaus Thiesen

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