Foto: Wolfgang Grossmann
Xenochrophis piscator (Gewöhnliche Fischnatter) Thai: (ngu lai so yai, ngu daeng hae) Länge: bis 120 cm Vorkommen:
In ganz Thailand bis zu Höhen von 1600 Metern; jedoch häufiger im Flachland bis 300 Meter anzutreffen. Die Schlange hat ein riesiges Verbreitungsgebiet, das von Pakistan über Indien, Bangladesh, Myanmar, Thailand, Kambodscha, Laos, Malaysia, Süd-China bis in das westliche Indonesien reicht. Lebensraum und Verhalten: Die Fischernatter wurde 1799 unter der Bezeichnung Hydrus piscator anhand eines Exemplars aus Indien beschrieben. Man findet die Fischernatter überwiegend in der Nähe von Gewässern. In Reisfeldern ist sie die häufigste Schlange. Sie ist überwiegend während des Tages aktiv und legt bei ihrer Suche nach Futter auch größere Strecken zurück. Die Nahrung von Xenochrophis piscator besteht überwiegend aus Fröschen und Fischen. Sie erbeutet jedoch hin und wieder auch Nager und Vögel. Nach starken Regenfällen findet man sie vielfach auf Straßen, wo sie sich aufwärmt und auch
überfahrene Frösche verzehrt. Dabei wird sie selbst oft ein Opfer des Straßenverkehrs. Bei Erregung flachen die Schlangen die Nackenregion ab und richten den Vorderkörper auf. Aufgrund dieses Abwehrverhaltens werden sie manchmal mit einer Kobra verwechselt. Auf glattem Untergrund (z.B. Straßen) bewegt sie sich bei der Flucht in seitlichen Windungen und Sprüngen vorwärts.
In Thailand paart sich Xenochrophis piscator in der Zeit von Ende September bis
Anfang November. Die Eiablage erfolgt dann im Januar/Februar in feuchtem Laub oder unter verrottendem Holz an Stellen an den das Gelege nicht austrocknet oder überhitzt. Als Gelegegröße werden in der Literatur bis zu 100 Eier angegeben. Die durchschnittliche Gelegegröße liegt jedoch bei 18 bis 50 Eiern. Die Jungtiere schlüpfen nach einer Inkubationszeit von 70 bis 89 Tagen (abhängig von der Umgebungstemperatur) im Regelfall zu Beginn der Regenzeit. Die frisch
geschlüpften Xenochrophis weisen eine durchschnittliche Länge von 18 cm auf. Gefahr: Die Schlange ist für den Menschen ungefährlich. Bei Bedrohung und auch wenn man sie nur in die Hand nimmt, beißen sie jedoch sehr schnell zu. Whitaker & Captain erwähnen in ihrem Buch über die Schlangen Indiens, sie seien in Teichen geschwommen, die von der Fischernatter bewohnt waren, ohne jemals gebissen worden zu sein. |